National Prayer Breakfast
Bush urges U.S. to turn to prayer
(Thu. Feb. 7, 956AM ET, by Ron Fournier, AP White House correspondent)

<<Washington (AP) -- President Bush on Thursday urged Americans of all faiths to turn to prayer as they struggle through "this time of testing" after the terrorist attacks.

Bush said religious faith teaches tolerance, humility and the value of community service--all of which are needed to recover from Sept. 11 and vanquish terrorism.

"Every religion is welcomed in our country. All are practiced here. Many of our citizens profess no religion at all. [one notices the careful avoidance of the word "atheist" --ed.] Our country has never had any official faith. Yet we have all been witnesses, these past 21 weeks, to the power of faith to see us through the hurt and loss that has come on to the country," Bush said at the National Prayer Breakfast.

Bush said millions of Americans, including himself, were put on "bended knee" in prayer after the attacks. More prayers will be needed, he said. But he also said that ...

"It is always and everywhere wrong to target and kill the innocent. It is always and everywhere wrong to be cruel and hateful, to enslave and oppress. It is always and everywhere right to be kind and just, to protect the lives of others, and to lay down your life for a friend." ... "Respect for dignity of others can be found outside religion, just as intolerance is sometimes found within it."

What is one to make of all this?

Politics President G. W. Bush is naturally interested in winning a second term at the next elections in 2004. To that end it is in his interest to do the following

(1) Military conflict To accommodate that program, he has to try and milk the "war against terrorism" to the utmost and stretch it out until at least to the end of next year. This is why he has designated Iran, Iraq, and North Korea as the "axis of evil." One of these will eventually lend themselves to another intervention, another sector of the "war against terrorism." Currently Iraq is high in the list. It should not be too difficult to either find or manufacture some incident to justify an invasion.

(2) Appeal to as many groups a possible For what appears to be the first time we have heard an official acknowledgement by the President that not all Americans are religious ("...many of our citizens profess no religion at all..."). Obviously Bush prefers the religious with his blatant attempts to get them preferential treatment with taxation exemptions and school vouchers, but he also wants the votes of those who "profess no religion at all." He also preaches "tolerance" and acknowledges that intolerance can be found within the various religions. This is, of course, a double-edged sword. The more all-inclusive the USA gets, and the more tolerant religions become, the less dedicated and the less afraid of the "wrath of their God" the faithful will be. After all, if I have to be tolerant of the God of an opposing religious faith, the less believable any of the "gods" are. Remember, Chapter 12 of Deuteronomy states "Ye shall utterly destroy all the places, wherein the nations which ye shall possess served their gods, upon the high mountains, and upon the hills, and under every green tree..." Pretty difficult to be tolerant under such rules.

An old saying goes "The more things change, the more they stay the same." Anybody who has read Gibbon's "The Decline and Fall of the Roman Empire" will recall that one of the greatest advantages in empire-building that Rome has had was the incorporation of the gods of all conquered nations within the assembly of the Roman gods, and the encouragement toward building their temples in the city of Rome itself. It was a unifying factor that made most people feel "at home" in Rome. Perhaps G.W.Bush is trying to build the world empire of the USA in a similar fashion. If so, he has a hard row to hoe. Most religions practice anything but tolerance of other faiths. Religious tolerance went out the window with the event of monotheism and the cataclysmic event of Christianity as it took power over all religions and destroyed anything not in accord with its belief system, including ancient libraries and historic monuments and artifacts (a more recent example the destruction of the Buddha statues by the Taliban in Afghanistan--so this irrational activity is not the sole domain of Christianity).

We will have to wait and see the outcome of Bush's empire-building. One hopes reason will prevail, but when it comes to religion "reason" is not a strong suit.

Nationales Frühstücks-Gebet
Bush fordert Vereinigte Staaten zur Rückkehr zum Gebet auf
(Donnerstag, am 7. Februar 9Uhr 56, von Ron Fournier, AP Korrespondent im Weißen Haus--Übersetzung durch Eunacom)

<<Washington -- President Bush forderte am Donnerstag Amerikaner aller Glaubensrichtungen dazu auf zum Gebet zurückzukehren während ihres Ringens in "dieser Zeit der Prüfung" nach den Terroristen-Anschlägen.

Bush sagte religiöser Glaube lehrt Toleranz, Bescheidenheit und den Wert des Dienstes an der Gemeinschaft--all dies was nötig ist zur Heilung  vom Effekt des 11. September und um den Terrorismus zu überwinden.

"Jede Religion ist in unserem Land willkommen.  Alle üben hier ihren Glauben aus.  Viele unserer Bürger bezeichnen sich als keiner Religion angehörend. [man merkt die sorgfältige Vermeidung des Wortes "Atheist" --Red.] Unser Land hatte nie einen offiziellen Glauben; jedoch haben wir in den vergangenen 21 Wochen erfahren, daß die Kraft des Glaubens uns über das Weh und den Verlust was unser Land erfahren mußte geholfen hat," sagte Bush im Nationalen Frühstücks Gebet.

Bush sagte, daß Millionen von Amerikanern die Knie im Gebet beugten nach den Angriffen.  Mehr Gebete seien nötig, sagte er, er sagte aber auch, es "immer und überall falsch ist die Unschuldigen ins Ziel zu nehmen und zu töten.  Es ist auch immer und überall falsch grausam und haßerfüllt zu sein, zu versklaven und zu unterdrücken.  Es ist immer und überall richtig  freundlich und gerecht zu sein, die Leben anderer zu beschützen und sein eigenes Leben für einen Freund zu riskieren". ... "Respekt für die Würde anderer kann man auch außerhalb der Religionen finden, genau so wie Intoleranz manchmal innerhalb der Religionen zu finden ist".

Was soll man daraus machen?

President Bush ist natürlich daran interessiert die nächsten Wahlen in 2004 für eine zweite, vierjährige Tour als President zu gewinnen.  Um das zu erreichen ist er daran interessiert das Folgende zu tun:

(1) Auf der militärischen Ebene: Um das zu erreichen muß er versuchen den "Krieg gegen den Terrorismus" zumindest bis zum Ende des nächsten Jahres auszudehnen.  Deshalb hat er Iran, Iraq und Nord Korea als eine "Axe des Bösen" designiert.  Einer davon wird sich eventuell als Ziel einer weiteren Einschreitung darbieten, ein weiterer Sektor des "Krieges gegen den Terrorismus".  Momentan ist Iraq am oberen Ende der Liste.  Ezs dürfte nicht zu schwierig sein einen Vorfall zu finden oder zu inscenieren um eine Invasion zu rechtfertigen. 

(2) Finde Anklang bei sovielen Gruppen als möglich.  Es scheint das erste Mal zu sein, daß wir eine offizielle Bestätigung vom Präsidenten gehört haben die zugibt, daß nicht alle Amerikaner religiös sind ("...Viele unserer Bürger bezeichnen sich als keiner Religion angehörend").  Offensichtlich bevorteiligt Bush die religiösen Gruppen mit seinen lauten Versuchen ihnen Vorteile einzuräumen wie Steuer-Freiheit und Schul-Gutscheine, aber er will auch die Stimmen jener, die keiner Religion folgen.  Er predigt auch "Toleranz" und gibt zu daß Intoleranz auch innerhalb der verschiedenen Religionen gefunden wird.  Dies ist natürlich ein zweischneidiges Schwert.  Je mehr "alles einschließend" die USA wird und je toleranter die Religionen werden, desto weniger werden sich die Glaubenden ihrer Religion widmen und desto weniger werden sie vom " Zorn ihres Gottes" Angst haben.  Schließlich, wenn ich Tolerant zum Gott eines entgegengesetzten religiösen Glaubens sein muß dann werden sogleich alle Götter damit weniger glaubwürdig.  Man erinnere sich an Kapitel 12 Deuteronomium [Fünftes Buch Moses] das sagt "Du sollst die Örtlichkeiten wo die Nationen die Du besitzt ihrem Gott dienten völlig Zerstören, auf den höchsten Bergen und auf den Hügeln und unter jedem grünen Baum..."  Ziemlich schwierig unter solchen Anordnungen tolerant zu sein!

Ein altes Sprichwort sagt: "Je mehr sich die Dinge ändern, desto mehr bleiben sie das Gleiche".  Jedermann der Gibbon's "Der Abstieg und Sturz des Römischen Weltreiches" wird sich daran erinnern, daß eine der größten Vorteile das Rom hatte im Aufbau des römischen Weltreiches war die Eingliederung der verschiedenen Religionen der eroberten Gebiete mit der Versammlung der römischen Götter sowie die Ermutigung dieser Völker ihre eigene Tempel in der Weltstadt Rom selbst zu errichten.  Es war dieser einschließende Factor der den meisten Leute in Rom ein "zu Hause" Gefühl ermöglichte.  Vielleicht hat G. W. Bush vor ein amerikanisches Weltreich auf einer ähnlichen Basis zu schaffen.  Wenn dem so ist, dann hat er eine schwierige Zeit vor sich.  Die meisten Religionen heute zeigen wenig Toleranz gegenüber anderer Glaubensbekenntnisse.  Religiöse Toleranz flog aus dem Fenster mit dem Anbruch des Monotheismus und dem umwälzenden Fall des Christentums, als es die Macht über alle früheren Religionen übernahm und alles zerstörte das nicht mit seinem Dogma im Einklang war, einschließlich alter Bibliotheken und historischer Denkmäler (ein mehr zeitmäßiges Beispiel ist die Zerstörung der Buddha Statuen in Afghanistan unter dem Taliban Regime--solche unsinnige Aktionen sind also nicht auf das Christentum alleine beschränkt).

Wir müssen abwarten, um das Ergebnis des Versuches ein Bush-Imperium zu schaffen zu sehen.  Man hofft, daß die Vernunft siegen wird, aber wenn es zur Religion kommt, "Vernunft" hat keinen starken Einfluß.

HEES.--

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