Juvenal, Decimus Iunius  [Zitiert und übersetzt vom "Grolier Multimedia Encyclopedia": Der römische Dichter Decimus Iunius Iuvenalis, c.60-130AD, bekannt als "Juvenal" in der englischen Sprache, war der größte Satirist in lateinischer Literatur. Wenige Einzelheiten über sein Leben sind bekannt und schriftliche Überlieferungen sind zweifelhaft.  Es scheint er ist in Aquinum aufgewachsen und ging während der Herrschaft von Domitian (81-96) nach Rom um dort als Lehrer sein Brot zu verdienen.  In seiner ersten Satire, Juvenal behauptet daß Entrüstung über Moralen ihm zum schreiben zwingen, aber wegen Bedenken bezüglich seiner eigenen Sicherheit wird er nur von den Toten sprechen.  Nach dem Tode von Domitian veröffentliche Juvenal eine Reihe von Gedichten die gegen die Bestechlichkeit, Lasterhaftigkeit und Torheiten im kaiserlichen Rom ausschlagen, wobei er seine Bedenken mit der gegenwärtigen Stadt durch ausführliche Anspielungen auf den toten Kaiser maskierte.  Ob Juvenal erfolgreich war ist nicht bekannt denn nur Martial erwähnt ihn in Epigrammen die auf seine frühesten Veröffentlichungen zurückdatiert sind.   Eine spätere Erzählung berichtet, daß Juvenal für seine Offenheit nach Egypten ins Exil geschickt wurde und dort in Armmut starb, ein Opfer von Kaiser Hadrians Bosheit.   Dies mag von zweifelhafter Verfasserschaft stammen.  Juvenal schrieb über eine Zeitspanne von 30 Jahren und moderierte seine späteren Satiren, alt werdend in einem Rom das unter Domitian (96-98),Trajan (98-117) und Hadrian (117-138) wechselhafte Schicksale erlitt.  Dies wird ersichtlich wenn man seine zwei berühmtesten Gedichte vergleicht; in der "Satire 3" greift er das zeitgemäße römischen Bürger an indem er ihre moralisachen Maßstäbe mit denen der Bürger der früheren römischen Republik vergleicht, aber in der "Satire 10" diskutiert er Buntheit aller menschlichen Wünsche ungeachtet der Örtlichkeit oder der Zeit.  Glänzend in seinen Schmähungen und Verzerrungen, leidenschaftlich und verbittert in seinem Ton wurde Juvenal von späteren Satirikern wie Alexander Pope und Samuel Johnson oft nachgeahmt.

Götter und Verstand: 
...Hätte man Verstand, brauchte man keine Götter.