As Rabbis Face Facts, Bible Tales Are Wilting
Wie Rabbiner sich mit den Tatsachen abfinden so verwelken die Bibelgeschichten

by Michael Massing

 
Published by the New York Times on March 9, 2002

Abraham, the Jewish patriarch, probably never existed. Nor did Moses.  The entire Exodus story as recounted in the Bible probably never occurred.  The same is true of the tumbling of the walls of Jericho. And David, far from being the fearless king who built Jerusalem into a mighty capital, was more likely a provincial leader whose reputation was later magnified to provide a rallying point for a fledgling nation.

Der jüdische Erzvater Abraham existierte wahrscheinlich nie.  Ebensowenig existierte Moses.  Die gesamte Exodus-Geschichte, wie in der Bibel beschrieben, fand wahrscheinlich nie statt.  Dasselbe ist wahr über die stürzenden Mauern von Jericho.  Und David, weit entfernt von dem furchtlosen König der Jerusalem in eine mächtige Hauptstadt aufbaute, war höchstwahrscheinlich nur ein provinzieller Führer dessen Ruf später verherrlicht wurde um einen Sammelpunkt für eine neu entstehende Nation zu schaffen.

 
Such startling propositions -- the product of findings by archaeologists digging in Israel and its environs over the last 25 years -- have gained wide acceptance among non-Orthodox rabbis.  But there has been no attempt to disseminate these ideas or to discuss them with the laity -- until now.

Solche erstaunliche Vorhaben – die Resultate der Entdeckungen von Archäologen durch Grabungen in Israel und Umgebung über die letzten 25 Jahre – erhielten breite Anerkennung unter den nicht-orthodoxen Rabbinern. Es gab jedoch bis jetzt keine Versuche diese Einsichten auf breiter Ebene zu veröffentlichen und mit den Nichtfachleuten zu diskutieren.

The United Synagogue of Conservative Judaism, which represents the 1.5 million Conservative Jews in the United States, has just issued a new Torah and commentary, the first for Conservatives in more than 60 years. Called "Etz Hayim" ("Tree of Life" in Hebrew), it offers an interpretation that incorporates the latest findings from archaeology, philology, anthropology and the study of ancient cultures. To the editors who worked on the book, it represents one of the boldest efforts ever to introduce into the religious mainstream a view of the Bible as a human rather than divine document.

Die "United Synagogue of Conservative Judaism" (Vereinigte Synagoge des konservativen Judaismus) die 1,5 Millionen konservative Juden in den USA umfaßt hat soeben eine neue Torah mit Kommentar veröffentlicht; die erste für die Konservativen in über 60 Jahren. Betitelt "Etz Hayim" ("Baum des Lebens" in Hebräisch) offeriert sie Erklärungen zu den neuesten Erkenntnissen, erworben durch die Archäologie, Philologie, Anthropologie und des Studiums altertümlicher Kulturen. Für die Herausgeber die dieses Buch bearbeiteten bedeutet dies eine der mutigsten Bemühungen aller Zeiten die althergebrachte Ansicht von der Bibel als ein göttliches Dokument zu ändern und sie mehr als menschliche Aufschreibungen anzusehen.

"When I grew up in Brooklyn, congregants were not sophisticated about anything," said Rabbi Harold Kushner, the author of "When Bad Things Happen to Good People" and a co-editor of the new book. "Today, they are very sophisticated and well read about psychology, literature and history, but they are locked in a childish version of the Bible."

"Als ich in Brooklyn aufwuchs waren die Gemeinden über nichts geistig anspruchsvoll", sagt Rabbiner Harold Kushner, Autor von "When Bad Things Happen to Good People [Wenn schlechte Sachen bei guten Leuten passieren]" und Mit-Verfasser dieses neuen Buches. "Heute sind sie sehr intellektuell  und belesen über Psychologie, Literatur und Geschichte, aber noch gefesselt von einer kindlichen Übersetzung der Bibel".

"Etz Hayim," compiled by David Lieber of the University of Judaism in Los Angeles, seeks to change that. It offers the standard Hebrew text, a parallel English translation (edited by Chaim Potok, best known as the author of "The Chosen"), a page-by-page exegesis, periodic commentaries on Jewish practice and, at the end, 41 essays by prominent rabbis and scholars on topics ranging from the Torah scroll and dietary laws to ecology and eschatology.

Das Buch "Etz Hayim", zusammengestellt von David Lieber von der Universität des Judaismus in Los Angeles, versucht dies zu ändern. Es bietet den normalen hebräischen Text in Parallel  mit der englischen Übersetzung (bearbeitet von Chaim Potok, bekannt als der Autor des Buches "The Chosen [die Auserwählten]", eine Seite für Seite Auslegung, periodische Kommentare über jüdische Bräuche und, am Ende, 41 Aufsätze von hervorragenden Rabbinern und Gelehrten über Themen die von den Torah Schriftrollen und Diät-Gesetzen bis zur Ökologie und Eschatologie alles einschließen.

These essays, perused during uninspired sermons or Torah readings at Sabbath services, will no doubt surprise many congregants. For instance, an essay on Ancient Near Eastern Mythology, by Robert Wexler, president of the University of Judaism in Los Angeles, states that on the basis of modern scholarship, it seems unlikely that the story of Genesis originated in Palestine. More likely, Mr. Wexler says, it arose in Mesopotamia, the influence of which is most apparent in the story of the Flood, which probably grew out of the periodic overflowing of the Tigris and Euphrates rivers. The story of Noah, Mr. Wexler adds, was probably borrowed from the Mesopotamian epic Gilgamesh.

Diese Aufsätze, durchgesehen während der wenig anregenden Sabbat-Dienst Torah Lesungen, werden zweifellos viele der Gemeindemitglieder überraschen. So besagt zum Beispiel ein Aufsatz über altertümliche Nah-Ost Mythologie von Robert Wexler, Präsident der Universität für Judaismus in Los Angeles, daß es unwahrscheinlich ist, gestützt auf moderne Forschungen, daß die Geschichte der Genesis in Palästina ihren Ursprung hat. Mehr wahrscheinlich ist, sagt Herr Wexler, daß sie in Mesopotamien entstand was durch die Geschichte der Flut ersichtlich ist die wahrscheinlich aus den periodischen Überflutungen der Tigris und Euphrat Flüsse erwuchs. Die Geschichte von Noah, fügt Herr Wexler hinzu, ist wahrscheinlich von dem mesopotamischem Epos Gilgamesch geliehen.

Equally striking for many readers will be the essay "Biblical Archaeology," by Lee I. Levine, a professor at the Hebrew University in Jerusalem. "There is no reference in Egyptian sources to Israel's sojourn in that country," he writes, "and the evidence that does exist is negligible and indirect." The few indirect pieces of evidence, like the use of Egyptian names, he adds, "are far from adequate to corroborate the historicity of the biblical account."

Für viele Leser ähnlich bemerkenswert ist der Aufsatz "Biblical Archaeology [Biblische Archäologie]" von Lee L. Levine, ein Professor an der Hebräischen Universität in Jerusalem. "Es gibt keine Hinweise von Ägyptischen Quellen über Israels Aufenthalt in jenem Land", schreibt er, "und die wenigen vorhandenen indirekten Beweisstücke die es gibt, wie zum Beispiel das Vorkommen von ägyptischen Namen", fügt er hinzu, "sind weitgehend unzulänglich um die Geschichtlichkeit der biblischen Berichte zu bestätigen".

Similarly ambiguous, Mr. Levine writes, is the evidence of the conquest and settlement of Canaan, the ancient name for the area including Israel. Excavations showing that Jericho was unwalled and uninhabited, he says, "clearly seem to contradict the violent and complete conquest portrayed in the Book of Joshua." What's more, he says, there is an "almost total absence of archaeological evidence" backing up the Bible's grand descriptions of the Jerusalem of David and Solomon.

Ähnlich undurchsichtig, schreibt Herr Levine, sind die Feststellungen über die Eroberung und Besiedlung von Kanaan, der altertümliche Name für das Land welches Israel einschließt. Ausgrabungen die zeigen, daß Jericho unbefestigt und unbewohnt war, sagt er, "scheinen die Darstellungen einer gewaltsamen und totalen Eroberung im Buch des Josua zu widerlegen". Darüber hinaus, sagt er, besteht eine "fast totale Abwesenheit archäologischer Beweise" hinsichtlich der grandiosen Schilderungen vom Jerusalem des David und Salomon.

The notion that the Bible is not literally true "is more or less settled and understood among most Conservative rabbis," observed David Wolpe, a rabbi at Sinai Temple in Los Angeles and a contributor to "Etz Hayim." But some congregants, he said, "may not like the stark airing of it." Last Passover, in a sermon to 2,200 congregants at his synagogue, Rabbi Wolpe frankly said that "virtually every modern archaeologist" agrees "that the way the Bible describes the Exodus is not the way that it happened, if it happened at all." The rabbi offered what he called a "litany of disillusion" about the narrative, including contradictions, improbabilities, chronological lapses and the absence of corroborating evidence. In fact, he said, archaeologists digging in the Sinai have "found no trace of the tribes of Israel -- not one shard of pottery."

Die Idee, daß die Bibel nicht buchstäblich wahr ist "ist mehr oder weniger entschieden unter den meisten konservativen Rabbinern", beobachtet David Wolpe, ein Rabbiner vom Sinai Tempel in Los Angeles und ein Beisteuerer zu "Etz Hayim". Aber einigen Gemeindemitgliedern, meint er, "mag das kalte Kundtun nicht gefallen". Vergangenes Passah, während seiner Predigt vor 2200 Mitgliedern seiner Synagoge sagte Rabbiner Wolpe ganz offen, daß "praktisch jeder moderne Archäologe" zugibt daß "es nicht so geschah wie die Bibel den Exodus beschreibt, wenn es überhaupt stattfand". Der Rabbiner präsentierte was er "eine Litanei von Desillusionen" nannte über diese Schilderung, einschließlich Widersprüche, Unwahrscheinlichkeiten, Zeitirrtümer und das Fehlen von bestätigenden Beweisen. Tatsächlich, so sagt er, haben Archäologen die in der Sinai gegraben haben "keine Spur der Stämme von Israel gefunden – keine einzige Tonscherbe".

The reaction to the rabbi's talk ranged from admiration at his courage to dismay at his timing to anger at his audacity. Reported in Jewish publications around the world, the sermon brought him a flood of letters accusing him of undermining the most fundamental teachings of Judaism. But he also received many messages of support. "I can't tell you how many rabbis called me, e-mailed me and wrote me, saying, 'God bless you for saying what we all believe,''' Rabbi Wolpe said. He attributes the "explosion" set off by his sermon to "the reluctance of rabbis to say what they really believe.

Die Reaktion auf die Rede des Rabbiners reichte von Bewunderung seines Mutes über Bestürzung bezüglich des gewählten Zeitpunktes seiner Predigt bis zum Ärger über seine Frechheit. Berichtet in jüdischen Schriften um die ganze Welt brachte ihm die Predigt eine Flut von Briefen die ihn der Untergrabung der grundlegendsten Lehren des Judentums beschuldigten. Er erhielt jedoch auch viele unterstützende Nachrichten. "Ich kann Ihnen gar nicht sagen wie viele Rabbiner mich anriefen oder mir e-mail sandten um mir zu sagen: ‘Gottes Segen dafür was Sie sagten und was wir alle glauben’", sagte Rabbiner Wolpe. Er schrieb die "Explosion" die seine Predigt auslöste dem Zögern von Rabbiner zu, die nicht sagen wollen was sie wirklich glauben.

Before the introduction of "Etz Hayim," the Conservative movement relied on the Torah commentary of Joseph Hertz, the chief rabbi of the British Commonwealth. By 1936, when it was issued, the Hebrew Bible had come under intense scrutiny from scholars like Julius Wellhausen of Germany, who raised many questions about the text's authorship and accuracy. Hertz, working in an era of rampant anti-Semitism and of Christian efforts to demonstrate the inferiority of the "Old" Testament to the "New," dismissed all doubts about the integrity of the text.

Vor der Einführung des Buches "Etz Hayim" stützten sich die konservative Bewegung auf die Torah Kommentare von Joseph Hertz, Haupt-Rabbiner der britischen Nationsgemeinschaft. 1936, als die Kommentare veröffentlicht wurden, wurde die hebräische Bibel von Gelehrten, wie Julius Wellhausen von Deutschland der viele Fragen bezüglich der textlichen Verfasserquellen und Genauigkeiten stellte, durchdringend überprüft. Hertz arbeitete während einer Zeit des zügellosen anti-Semitismus und christlicher Versuche die Minderwertigkeit des Alten Testaments gegenüber dem Neuen Testament anzuprangern; er betrachtete alle Zweifel über die Reinheit des Textes als unwesentlich.

Maintaining that no people would have invented for themselves so "disgraceful" a past as that of being slaves in a foreign land, he wrote that "of all Oriental chronicles, it is only the Biblical annals that deserve the name of history."

Er hielt, daß kein Volk für sich selbst eine so schmachvolle Vergangenheit wie Sklaventum in einem fremden Land erfunden hätte; er schrieb daß "von allen Orientalen Chroniken verdienen nur die Berichte der Bibel den Namen ‘Geschichtlichkeit’".

The Hertz approach had little competition until 1981, when the Union of American Hebrew Congregations, the official arm of Reform Judaism, published its own Torah commentary. Edited by Rabbi Gunther Plaut, it took note of the growing body of archaeological and textual evidence that called the accuracy of the biblical account into question. The "tales" of Genesis, it flatly stated, were a mix of "myth, legend, distant memory and search for origins, bound together by the strands of a central theological concept." But Exodus, it insisted, belonged in "the realm of history." While there are scholars who consider the Exodus story to be "folk tales," the commentary observed, "this is a minority view."

Die Meinung von Hertz hatte wenig Konkurrenz bis 1981 als die Vereinigung amerikanischer hebräischer Gemeinden, der amtliche Arm des Reform-Judaismus, ihre Torah Kommentare veröffentlichte. Redigiert von Rabbi Gunther Plaut notierte es den wachsenden Körper von archäologischen und schriftlichen Beweisen welche die Genauigkeit der biblischen Texte in Frage stellte. Die "Erzählungen" von Genesis, sagte es glatt, waren eine Mischung von "Sagen, Legenden, fernen Erinnerungen und einer Suche nach Herkunft, gebündelt durch Fäden eines zentralen, theologischen Konzepts". Aber der "Exodus", darauf besteht es, "gehört in den Rang der Geschichte". Obwohl es Gelehrte gibt die den Exodus als eine Volkserzählung betrachten, beobachtete der Kommentar, "ist dies jedoch eine Ansicht der Minderheit".

Twenty years later, the weight of scholarly evidence questioning the Exodus narrative had become so great that the minority view had become the majority one.

Zwanzig Jahre später, mit dem Gewicht erlernter Beweise die den Exodus in Frage stellten, wurden die Zweifel so groß, daß sich die Ansicht der Minderheit in eine der Mehrheit verwandelt hat.

Not among Orthodox Jews, however. They continue to regard the Torah as the divine and immutable word of God. Their most widely used Torah commentary, known as the Stone Edition (1993), declares in its introduction "that every letter and word of the Torah was given to Moses by God."

Jedoch nicht unter den orthodoxen Juden. Sie sehen die Torah weiterhin als das heilige und unveränderliche Wort Gottes. Ihr weitest benützter Torah-Kommentar, bekannt als die Stone Ausgabe (1993), erklärt in der Einleitung "daß Moses jeden Buchstaben und jedes Wort in der Torah von Gott erhalten hat".

Lawrence Schiffman, a professor at New York University and an Orthodox Jew, said that "Etz Hayim" goes so far in accepting modern scholarship that, without realizing it, it ends up being in "nihilistic opposition" to what Conservative Jews stand for. He noted, however, that most of the questions about the Bible's accuracy had been tucked away discreetly in the back. "The average synagogue-goer is never going to look there," he said.

Professor Lawrence Schiffman von der Universität von New York, ein orthodoxer Jude, sagt daß "Etz Hayim" in modernen Lehren so weit geht, ohne dies zu erkennen, daß es schließlich in einem "nihilistischem Widerspruch" zu dem steht was die konservativen Juden vorstellen. Er meinte jedoch, daß die meisten Fragen bezüglich der Korrektheit der Bibel diskreet im Anhang versteckt wurden. "Der Durchschnitts-Synagogenbesucher schaut dort niemals hinein"’ meinte er.

Even some Conservative rabbis feel uncomfortable with the depth of the doubting. "I think the basic historicity of the text is valid and verifiable," said Susan Grossman, the rabbi of Beth Shalom Congregation in Columbia, Md., and a co-editor of "Etz Hayim." As for the mounting archaeological evidence suggesting the contrary, Rabbi Grossman said: "There's no evidence that it didn't happen. Most of the `evidence' is evidence from silence."

Sogar einige konservative Rabbiner sind unbehaglich über die tiefgehenden Zweifel. "Ich denke daß die grundlegende Geschichtlichkeit des Textes berechtigt und nachprüfbar ist", sagte Susan Grossman, der Rabbiner der Beth Shalom Gemeinde in Columbia, Maryland und ein Mit-Herausgeber von "Etz Hayim". Was die sich dagegen anhäufenden archäologischen Beweise angeht, sagte Rabbi Grossman: "Es besteht keine Klarheit, daß es nicht geschehen ist. Das meiste "Beweismaterial" besteht aus unausgesprochenen Beweisen".

"The real issue for me is the eternal truths that are in the text," she added. "How do we apply this hallowed text to the 21st century?" One way, she said, is to make it more relevant to women. Rabbi Grossman is one of many women who worked on "Etz Hayim," in an effort to temper the Bible's heavily patriarchal orientation and make the text more palatable to modern readers. For example, the passage in Genesis that describes how the aged Sarah laughed upon hearing God say that she would bear a son is traditionally interpreted as a laugh of incredulity. In its commentary, however, "Etz Hayim" suggests that her laughter "may not be a response to the far- fetched notion of pregnancy at an advanced age, but the laughter of delight at the prospect of two elderly people resuming marital intimacy."

"Der wirkliche Punkt für mich ist die ewige Wahrheit die in dem Text enthalten ist", fügte sie hinzu. "Wie wenden wir diesen geheiligten Text im 21ten Jahrhundert an?" Ein Weg, sagte sie, wäre den Text mehr bedeutungsvoll für Frauen zu machen. Rabbi Grossman ist eine von vielen Frauen die an "Etz Hayim" mitgearbeitet haben in der Bemühung die schwer patriarchale Orientierung der Bibel zu mildern und den Text für die heutigen Leser annehmbarer zu machen. Zum Beispiel, die Stelle in Genesis die beschreibt wie Sarah lachte als sie Gott sagen hörte, daß sie einen Sohn gebären wird ist traditionell gedeutet als ein Lachen der Ungläubigkeit. In seinem Kommentar regt "Etz Hayim" jedoch an, daß ihr Lachen "wahrscheinlich nicht eine Reaktion auf die weit hergeholte Idee einer Schwangerschaft in ihrem fortgeschrittenen Alter war, sondern ein Lachen der Wonne über die Aussicht, daß zwei ältere Menschen wieder eheliche Intimitäten aufnehmen können".

In a project of such complexity, there were inevitably many points of disagreement. But Rabbi Kushner says the only one that eluded resolution concerned Leviticus 18:22: "Do not lie with a male as one lies with a woman; it is an abhorrence." "We couldn't come to a formulation that we could all be comfortable with," the rabbi said. "Some people felt that homosexuality is wrong. We weren't prepared to embrace that as the Conservative position. But at the same time we couldn't say this is a mentality that has been disproved by contemporary biology, for not everyone was prepared to go along with that." Ultimately, the editors settled on an anodyne compromise, noting that the Torah's prohibitions on homosexual relations "have engendered considerable debate" and that Conservative synagogues should "welcome gay and lesbian congregants in all congregational activities."

Mit einem Projekt von solchen Komplexitäten gibt es sicherlich viele Meinungsverschiedenheiten. Rabbiner Kushner meint, daß die Einzige die keine Lösung erbrachte betrifft Levitikus 18:22: "Schlafe nicht mit einem Mann wie jemand mit einer Frau schläft; es ist abscheulich". "Wir konnten zu keiner Formulierung kommen mit der wir uns wohl fühlten", sagte der Rabbiner. "Einige Leute finden, daß Homosexualität ein Fehler ist. Wir waren nicht bereit dies als die konservative Einstellung bereitwillig anzunehmen. Gleichzeitig konnten wir nicht sagen, daß diese Mentalität von der zeitgenössischen Biologie widerlegt wurde denn nicht jeder war bereit in diese Richtung zu gehen". Letztlich einigten sich die Redakteure auf einen verwässerten Kompromiß mit der Beachtung, daß das Verbot homosexueller Beziehungen in der Torah "eine rege Debatte erzeugte" und daß konservative Synagogen "Schwule und lesbische Gemeindemitglieder willkommen heißen und an allen Gemeine-Aktivitäten teilnehmen lassen sollten".

Since the fall, when "Etz Hayim" was issued, more than 100,000 copies have been sold. Eventually, it is expected to become the standard Bible in the nation's 760 Conservative synagogues.

Seit dem Herbst, als "Etz Hayim" veröffentlicht war, wurden über 100 000 Exemplare verkauft. Die Erwartung ist, daß dieses Buch eventuell zur Norm-Bibel für die 760 konservativen Synagogen des Landes wird.

Mark S. Smith, a professor of Bible and Near Eastern Studies at New York University, noted that the Hertz commentary had lasted 65 years. "That's incredible," he said. "If `Etz Hayim' isn't around for 50 years or more, I'd be surprised."

Mark S. Smith, Professor von Bibel und Nah-Ost Studien an der Universität von New York, bemerkte daß der Hertz Kommentar 65 Jahre überlebt hat. "Das ist unglaublich", sagte er. "Sollte ‘Etz Hayim’ nicht für 50 oder mehr Jahre da sein, so würde mich das wundern".

Its longevity, however, may depend on the pace of archaeological discovery.

Seine Langlebigkeit mag jedoch vom Fortschritt archäologischer Entdeckungen abhängen.

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http://www.nytimes.com/2002/03/09/arts/09BIBL.html?ex=1016708953&ei=1&en=2c113a1f95063a42

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Copyright 2002 The New York Times Company

(Translation by Eunacom)

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