Is the Vatican a Christian State?

Ist der Vatikan ein christlicher Staat?

[An editorial comment concerning the Pope's recent statement that only those who submit to his leadership can go to heaven]

[Ein redaktioneller Kommentar zur Verlautbarung des Papstes, daß nur jene die seine kirchliche Oberherrschaft anerkennen in den Himmel kommen können]

When Saul, the Jewish carpet merchant, traveled to Damascus, he had a great idea: There was this romantic and heroic figure of a Jesus of Nazareth in a recent biblical story that could open the door for a new, powerful movement that might just take on the Roman empire or weaken its influence on the world. He had all the basic requirements such as rebelling against the "unjust" authorities, challenging established rules and restrictions, and opposing the Roman occupying forces.

Als Saul, der jüdische Teppichhändler, nach Damaskus unterwegs war, hatte er eine gute Idee. Da gab es diese romantische Gestalt des Jesus von Nazareth in einer neueren biblischen Geschichte die Tore öffnen könnte für eine starke neue Bewegung welche das römische Imperium und dessen Einfluß auf die Welt schwächen mag. Er hatte all die grundlegenden Bedingungen wie eine Rebellion gegen "ungerechte" Amtsgewalten, den festgelegten Bestimmungen und Beschränkungen den Kampf anzusagen und sich den römischen Besatzungskräften entgegenzustellen.

What would it take to attract people? Make life a little easier, kick the present rulers and dictators in the butt, and promise a brilliant future. So: do away with the old dietary restrictions, forget about painful circumcision, and, following the old saw "if you can’t beat them join them," get into the works of the Roman empire to subvert their system from within. For a brilliant future present something believable but unprovable, buttressed by threats of exclusion for any disobedience to the rules of the new faith-based organization.

Was würde es brauchen Anhänger zu gewinnen? Man könnte das Leben etwas erleichtern, den gegenwärtigen Herrschern und Tyrannen in den Hintern treten und eine glänzende Zukunft versprechen. Nun also: schaffen wir die alten Koscher-Gesetze ab, vergessen wir die schmerzliche Beschneidung und, nach dem alten Sprichwort "wenn du sie nicht besiegen kannst, dann schließ dich an" gehe in das römische Weltreich und untergrabe es. Für eine glänzende Zukunft, verspreche etwas glaubhaftes aber unprüfbares, untermauert mit Drohungen zur Ausschließung für Verstöße gegen die Gesetze der neuen Glaubens-Gemeinschaft.

To be sure, the propensity of human beings to resist change did not make it easy to introduce a new religion that insisted on one God rather than the numerous gods being worshiped in the Roman empire. The custom to built a temple in Rome to the god or gods of every conquered nation seemed a good idea. Should anybody from there visit, or join the Roman legions, he would feel right at home in Rome, and experience a sense of honor and respect. So the "one God serves all" concept was not welcomed originally. In effect, emperor Nero almost succeeded in wiping out Christianity within the Roman empire but, in the end, a superior, more progressive system will eventually supplant an outdated, old one.

Sicherlich macht es die Neigung der Menschen sich Änderungen zu widersetzen nicht leicht eine neue Religion einzuführen die darauf besteht, dass es nur einen Gott gibt und nicht die vielen Götter die man im römischen Weltreich bislang verehrte. Der Brauch für jedes der besiegten Länder einen Tempel zur Verehrung ihres Gottes oder ihrer Götter in Rom zu errichten schien eine gute Idee. Sollte jemand von dort Rom besuchen oder den römischen Legionen beitreten würde er sich in Rom auch zu Hause fühlen und ein Gefühl von Ehrung und Respekt empfinden. Dadurch war der "ein Gott für Alle" Begriff ursprünglich nicht willkommen. Tatsächlich gelang es Kaiser Nero beinah das neue Christentum im römischen Weltreich zu vernichten aber, am Ende wird doch ein besseres, fortschrittlicheres System ein überholtes, altmodisches immer verdrängen.

But Rome experienced trouble at their northern borders, across the Alp mountains. It started well before Christianity was invented, about 55 years earlier. It was for Rome what we in our world today would call "the third world." No cities to speak of, mainly wild tribes subsisting on some agriculture and hunting; they usually lived in small villages. When the Romans tried to colonize the wild Germanic tribes, they tried to form cities, introduced money (coins) and implant their Roman lifestyle, but not with great success. The Marcomanni revolted and some of the newly trained vassals of Rome and even the Cheruscers under Arminius proved unreliable and often switched allegiance. Many of the newly formed cities were deserted, and the idea to integrate the German territories with the Roman empire was largely abandoned. Arminius was murdered in the year 21, and under emperor Hadrian (117-138) Rome reverted to fortifying the borders in the north to keep the unruly Germanic tribes out.

Jedoch bekam Rom Schwierigkeiten an seinen nördlichen Grenzen, jenseits der Alpen. Das begann bereits vor der Erfindung des Christentums, so ca. 55 Jahre früher. Es war für Rom was wir heute "die dritte Welt" nennen würden. Keine nennenswerte Städte; zumeist wilde Stämme die von Ackerbau und Wildjagd lebten und gewöhnlich in kleinen Dörfern wohnten. Als die Römer die wilden germanischen Stämme kolonisieren wollten versuchten sie Städte aufzubauen und Geld (Münzen) einzuführen um den römischen Lebensstil zu fördern, jedoch mit wenig Erfolg. Die Markomannen lehnten sich auf und einige der neu trainierten Vasallen Roms und sogar die Cherusker unter Arminius bewiesen sich als unzuverlässig und wechselten ihre Treue gelegentlich. Viele der neuen Städte wurden verlassen und der Gedanke die germanischen Gebiete mit den römischen Weltreich zu vereinen wurden zumeist aufgegeben. Arminius wurde im Jahre 21 ermordet und unter Hadrian (117-138) kehrten die Römer zur Befestigung der nördlichen Grenzen zurück um die ungezähmten germanischen Stämme fernzuhalten.

Eventually it became convenient to subvert the superstitions of the northern tribal regions with a new religion, and Christianity seemed ideal for that. While strive and avarice hollowed out the Roman empire from within, and the wild tribes from the north even invaded Rome at times, a new superb power was needed, and to create a head of the new Christianity that is raised above all other rulers and had a direct line to the one and only true God was just the thing. Voila, the Papacy was born. The Popes, the "Roman" Christians (or "Roman" Catholics) were to eternalize the world-power of the Roman empire. It worked. The "civilization" of the violent Germanic tribes was eventually accomplished, the Americas were discovered and it’s native peoples were massacred and "re-educated" all under the loving sign of the Christian Cross with the stamp of the approval of the Roman empire which had been forgotten by most.

Schließlich wurde es vorteilhaft die alten Aberglauben der nördlichen Stämme mit einer neuen Religion zu ersetzen und das Christentum schien gerade recht zu diesem Zweck. Während Wetteifern und Habsucht das römische Weltreich von innen her aushöhlten, konnten die wilden Stämme vom Norden sogar Rom manchmal angreifen; man brauchte eine neue, hervorragende Macht und ein Machthaber des neuen Christentums wurde benötigt der erhaben über allen anderen Mächten stand, mit einer direkten Verbindung zu dem einzigen wahren, allmächtigen, furchtbaren Gott war gerade das. So war das Papsttum geboren. Die Päpste, die römischen Christen (oder die römisch-katholischen) sollen die Weltmacht Rom verewigen. Es hat funktioniert. Die "Zivilisierung" der wilden germanischen Stämme wurde am Ende erreicht, die amerikanischen Territorien wurden entdeckt und die einheimischen Stämme niedergemetzelt und "umerzogen" und das alles unter dem liebenden Zeichen des christlichen Kreuzes mit der Billigung des römischen Weltreiches welches bei den meisten Menschen fast schon in Vergessenheit geraten war.

All that, however, had little to do with the original Christianity which, for all its adherents, preached forgiveness, love, and embraced poverty rather than riches, while promising the sword and eternal hell-fires for all its detractors. It is, consequently, the ultimate irony if the current empirical ruler of the "Roman" Catholic Church faction, headquartered in the Vatican which is located in the ancient city of Rome, himself a descendant of one of the "wild , unruly tribes" beyond the Alps, pontificates that only the followers of "Roman" Catholicism who accept him unquestioned as their leader can reach salvation, while all other Christians (Anglicans, Lutherans, Baptists, and even the eastern orthodox Christians alike) cannot expect to ascend to Paradise and sit to the right side of the Lord at the end of time. This sounds much like a statement of desperation by one person who sees the end of one more outdated system approaching.

All dies hatte jedoch wenig mit dem Original des Christentums zu tun welches Vergebung, Nächstenliebe und das Ideal der Armut sich zu eigen machte, anstatt von der Aneignung von Reichtümern, und das Schwert und ewiges Feuer in der Hölle allen Verleumdern (und Widersachern) versprach. Es ist deshalb besonders spöttisch wenn der gegenwärtige Herrscher der "römisch" katholischen Kirche, mit seinem Hauptquartier im Vatikan, der in der altertümlichen kaiserlichen Hauptstadt Rom liegt, und der selbst ein Nachkomme der "wilden, unbezähmbaren Stämme" über den Alpen ist, in seiner amtlichen Unfehlbarkeit erklärt, dass nur jene das Seelenheil erfahren können die ihn als ihren Führer vorbehaltlos anerkennen, während alle anderen Christen (Anglikaner, Lutheraner, Baptisten und sogar die Griechisch-Orthodoxen zugleich) nicht erwarten dürfen ins Paradies aufzusteigen und zur rechten Seite des Herrn nach dem Ende der Welt zu sitzen. Das klingt sehr nach einer Verlautbarung der Verzweiflung von einer Person die bereits das Ende einer weiteren veralteten Organisation herannahen sieht.

In effect, there remains little that is devoutly "Christian" in the Vatican today. As recently reported in DER SPIEGEL, the Vatican’s private railway station, a gift to the Popes from Benito Mussolini, has fallen into disuse since, for many years now, the Popes have preferred air travel to rail for their trips. Consequently, the train station has been converted to a department store where silk panties and blouses are being offered (besides Rolex watches, cameras, and jewelry valuing in the thousands of Euros a piece) for sale to the wealthier "pilgrims." To be sure, the obligatory but more reasonably priced "holy water" is available, too, but it is no longer the major money maker.

In der Tat, es bleibt wenig von der christlichen "Frömmigkeit" im heutigen Vatikan übrig. Wie "DER SPIEGEL" kürzlich berichtete <http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,507440,00.html> geriet der Privatbahnhof im Vatikan, ein Geschenk für die Päpste von Benito Mussolini, außer Gebrauch denn die Päpste ziehen seit vielen Jahren Reisen durch die Lüfte dem Schienenverkehr vor. Das Gebäude wurde nun in ein modernes Kaufhaus umgewandelt wo die betuchten "Pilger" seidene Schlüpfer und Blusen erstehen können (neben Rolex Uhren, Kameras und Juwelen im Werte von mehreren tausend Euros das Stück). Sicherlich, dass nötige Weihwasser ist auch noch zu haben, aber es ist nicht mehr der Haupt-Gewinnbringer.

The Roman empire with its last remnant, the Papacy, has lasted over 2000 years. It seems the end is approaching for this whole construct, and none too soon. Others might wish to start their own new empires, but the time has come, with the globalization of our economies and governance, where empires and feudalistic princes, even on the spiritual level, have lost their usefulness and should be disposed of. May rational thought and action succeed. At a time where overpopulation and depletion of resources threaten humankind’s very survival, there remains no other logical choice.

Das römische Weltreich mit seinem letzten Überbleibsel, dem Papsttum, überdauerte mehr als 2000 Jahre. Es scheint das Ende für dieses ganze System ist nahe und dazu ist es hohe Zeit. Andere mögen neue Weltreiche aufzubauen versuchen, aber der Moment ist gekommen, mit der Globalisierung der Volkswirtschaften und der verschiedenen Regierungen, wo Kaiserreiche und Feudalismus, auch auf der geistlichen Ebene, ihre Nützlichkeit verloren haben und erledigt werden sollten. Sollen Vernunft und zweckmäßige Handlungen erfolgreich sein. In einer Zeit wo Übervölkerung und Erschöpfung unserer Bodenschätze das Fortbestehen der Menschheit gefährden gibt es keine andere logische Wahl.

HEES.--

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