Tödliche Lehre
Gesundheit, Krankheit und Christliches Gott-Gerede

Dr. med. Wendell W. Watters

Vorsicht - christlicher Glaube könnte Ihre Gesundheit gefährden.

Die christliche Religion stellt sich als ein Weg zur Zufriedenheit, zu geistiger Gesundheit und zur Erlösung dar. Aber ist das wirklich wahr? In Deadly Doctrine: Health, Illness, and Christian God-Talk führt Dr. Wendell Watters schwerwiegende Argumente an, die auf seinen jahrelangen klinischen Erfahrungen beruhen, die er mit Einzelpersonen, Paaren und Familien gesammelt hat. Demzufolge steht das Christentum einer menschlichen Entwicklung in so wesentlichen Bereichen wie Selbstachtung, Sexualität und dem gesellschaftlichen Zusammenleben im Wege.  Das tragische Ergebnis einer solchen christlichen Konditionierung sind häufig unsoziales Verhalten, sexuelle Störungen, schlechte psychische Entwicklung, Furcht und sogar ernsthafte psychiatrische Erkrankungen.

Christliche Indoktrination ist nicht nur ein Problem, das den einzelnen oder einzelne Familien betriff; die schädlichen Einflüsse ihrer Lehren über einen Zeitraum von annähernd 2000 Jahren durchdringen die Gesellschaft ganz allgemein, sogar diejenigen Mitglieder der Gesellschaft, die keine Christen sind, und auf eine Weise, die die Wohlfahrt der Menschen und ihre Lebensqualität ernsthaft unterminiert. Die christliche Befürwortung der Zeugung hat die Menschen ermuntert, große Familien zu gründen, unabhängig von der Fähigkeit dieser Familien, damit emotionell, oder finanziell fertig zu werden. Die christliche Kirche hat starre Geschlechterrollen festgeschrieben, die alle Praktiken, die nicht direkt zur Empfängnis führen, verbieten. Durch Förderung sexueller Unkenntnis und Verantwortungslosigkeit hat das Christentum zur Verbreitung gesellschaftlicher Übel wie Vergewaltung, sexueller Belästigung von Kindern und Pornographie beigetragen.

Watters führt neuere Forschungsdaten aus den Bereichen Psychologie und Religion an, um zu zeigen, daß Patienten mit einem festgefügten Glaubenssystem mehr rassistische Neigungen und weniger Offenheit und Beweglichkeit zeigen als diejenigen, die dem Leben gegenüber eine suchende, wissenschaftsorientierte Haltung einnehmen. Eine biologische Veranlagung zu schweren Depressionen und Schizophrenie kann durch die Förderung des christlichen Körper-Seele-Dualismus, durch Selbstverleugnung und eng definierte gesellschaftliche Rollen verschlimmert werden.

Die christliche Kirche kann für die Forderung der Gesellschaft nach Veränderung jedoch nicht vollkommen unzugänglich bleiben. In Anlehnung an die futuristische Novelle 1984 beschreibt Dr. Watters, wie die Christenheit sich zögernd einem Prozeß der "Korrektur" unterzogen hat, indem sie ihre offiziellen Ansichten über Sklaverei, Demokratie, Psychoanalyse, Sexualität und Fortpflanzung sowie religiöse Toleranz verändert. Ungeachtet der Bemühungen der christlichen Kirchen, sich reinzuwaschen, bleibt das blutige Register der Inquistition, des Autoritarismus und der Unterdrückung bestehen. Tatsächlich hat sich während der vergangenen zehn Jahre die kirchliche Politik in Richtung auf einen größeren Konservativismus hin entwickelt.

Angesichts so viel menschlichen Leids, das von der christlichen Lehre herrührt, ist es zwingend notwendig, daß Fachleute des Gesundheitswesens, in der Erkenntnis, daß das christliche Glaubenssystem eine Suchtkrankheit ist, eine religiöse Zustandsprüfung entwickeln, um zu bewerten, wie von christlichen Gottesvorstellungen abgeleitete Ansichten über das Leben gesunde Funktionen beeinträchtigen. Wenn Ärzte für innere Medizin und andere Mitarbeiter des Gesundheitswesens die Rolle, die der unterdrückerische religöse Glaube bei Geisteskrankheiten spielt, ignorieren, fördern sie die anhaltende Unterdrückung menschlichen Glücks und menschlicher Erfüllung.

Wenn wir uns selber vor dem zerstörerischen Ende, zu dem uns das Gerede über Gott führt, bewahren wollen, müssen wir uns aus der Abhängigkeit von religiösen Doktrinen befreien, die uns lehren, Selbstverantwortung in allen Bereichen unseres Lebens abzulehnen. Dr. Watters' Vorschläge für eine Umgestaltung gesellschaftlicher Bildung stellen eine dringend benötigte Korrektur zu abhängigmachenden religösen Programmen dar. Nur durch ordentliche Bildung kann man die Hoffnung haben zu genesen und das Primat der Vernunft und des kritischen Denkens wieder herzustellen.

Wendell W. Watters, M. D., ist Professor Emeritus in Psychiatry an der McMaster Universität in Hamilton, Ontario, Canada.
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