EUNACOM_009-- Thoughts about Religion [Gedanken übrer die Religion] (20000303)
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Gedanken über die Religion

© Ein kritischer Aufsatz von Roland Fakler, Deutschland

Einiges Redigieren der Übersetzung in die englische Sprache durch
H. E. (Ernie) Schreiber

Thoughts about Religion

© A critical essay by Roland Fakler, Germany

Some English language translation editing by H. E. (Ernie) Schreiber

Gedanken über die Religion

Es mag tröstlich sein an einen lieben Gott zu glauben, der für uns Menschen sorgt und uns in unseren Nöten erhört, deswegen will ich niemandem diesen Glauben nehmen. Warum soll einer nicht glauben dürfen was ihn glücklich und selig macht? Wenn die Religionen nur Gutes bewirkt hätten, würde ich gar nicht die Frage stellen, ob sie wahr sind oder nicht. Eine Religion, die Gutes bewirkt ist gut, eine die Schlechtes bewirkt ist schlecht. Von mir aus darf jeder glauben was er will, vorausgesetzt, dass er damit kein Unheil anrichtet. Man muss sich aber nicht mit allem Unsinn auseinandersetzen. Wenn Leute an Heinzelmännchen glauben, dann sollen sie damit glücklich werden. Ich muss nur deutlich sagen, dass ich den Unsinn nicht glaube. Von mir aus darf einer glauben, dass der Regen fällt, wenn er zehnmal um einen Baum herum tanzt, er darf bloß nicht glauben, dass ich mittanze. Die Menschen wollen nicht Wahrheit, sondern religiöse, emotionale Ergriffenheit. Die Masse der Menschen will nicht wissen, sondern sie will religiöse Ekstase und die erreicht sie gerade dadurch, dass sie wissenschaftliche Tatsachen leugnet und überirdische Erscheinungen herbeiglaubt.

Nun hat die Religion–es geht mir hier vor allem um die katholisch-christliche–nicht nur Gutes, sondern sehr viel Böses bewirkt. Deswegen muss ich sagen wie ich denke, was ich weiß über die Entstehung und Entwicklung des Lebens auf diesem Planeten und zu welchen Schlüssen mich mein Denken führt. Es ist gefährlich auf einen Gott zu vertrauen, der vielleicht nur in den Gehirnen der Menschen existiert. Warum sollen die Menschen glauben müssen, was sie nicht begreifen und überprüfen können? Glauben heißt nicht wissen, sondern etwas für absolut wahr halten, weil es frühere Generationen so gehalten haben. Glauben heißt nichts wissen, sondern vermuten, wünschen, hoffen, dass es einen Gott gibt, der nicht zu beweisen ist. Einem nicht erkennbaren Geist blinden Gehorsam zu leisten, ist keine Tugend, sondern eine Dummheit. Es ist keine Tugend, sondern eine Schwäche, etwas zu glauben, was man nicht begreifen kann. Man bekommt dadurch ein völlig falsches Verhältnis zu Ursache und Wirkung. Mit Beten kann man vielleicht eine Wirkung auf die eigene Psyche ausüben, aber man hat keinen Einfluss auf das Weltgeschehen. Wer etwas glaubt, nur weil es alle anderen glauben oder weil es einem halt so eingetrichtert wurde, meist von Menschen, die gar nicht fähig waren irgendetwas zu bezweifeln, ist schwach. Es ist keine Tugend Dinge zu glauben nur weil man Angst hat aus der Gemeinschaft ausgestoßen zu werden. Für die Wahrheit muss man stark sein, die Masse aber ist schwach.

Wenn ich täglich die Nachrichten höre und die Geschichte der Menschheit betrachte, kann ich leider nicht zu dem Schluss kommen, dass diese Welt von einem gütigen, gnädigen und weisen Gott erschaffen wurde, noch viel weniger, dass sie von ihm regiert wird. Viel wahrscheinlicher scheint mir, dass diese Welt von einem dumpfen Willen nach ewig existierenden Gesetzen, jenseits von Gut und Böse, unter Einwirkung von Zufall und Wahrscheinlichkeit geschaffen wurde und dass die Menschen von allen Göttern verlassen, vor sich hinwursteln, wie sie es halt nicht besser können. Was soll ich auch von einem Gott halten, der zulässt, dass seine missratenen Geschöpfe in seinem Namen Kriege führen, Foltern und Morden? Einem missratenen Geschöpf einen freien Willen zu geben ist unverantwortlich. Die Geschichte der christlichen Religion ist jedenfalls keine Heilsgeschichte, sondern eher eine Unheilsgeschichte. Sie ist nicht vom heiligen Geist, sondern von menschlicher Hab- und Machtgier geprägt. Ein Gott greift scheinbar nicht in das Weltgeschehen ein, er beschränkt sich darauf, sich in Rätsel zu hüllen. Jeder kann diesen Gott für seine Zwecke benutzen. Es gibt so viele verschiedene Götter wie es Gläubige gibt, weil nicht die Götter die Menschen, sondern die Menschen die Götter geschaffen haben. Was all diese Götter für Ansichten vertreten, kann man in den Büchern derjenigen nachlesen, die an sie glauben. Wo es einen Gläubigen gibt, gibt es einen Gott, aber einen Gott ohne Gläubige gibt es nicht. Wenn niemand mehr an einen Gott glaubt, gibt es ihn auch nicht mehr. So ist es Zeus ergangen.

Das Bedürfnis der Menschen nach Religion ist so stark, dass sie eher bereit sind ihren gesunden Menschenverstand aufzugeben als ihre Religion. Dieses Bedürfnis nach Orientierung, Verehrung und Trost in einer Welt, die nicht so ist, wie man sie sich wünschen möchte, erkläre ich mir aus der Situation des Menschen auf diesem Planeten einerseits, und aus der Beschaffenheit des menschlichen Gehirns andererseits, das ganz nach außen gerichtet ist und nach Halt und Orientierung verlangt. Die Götter dienten den Menschen als Erklärung für das Unerklärliche, für die Entstehung der Welt, für Naturereignisse, für Krankheit, Glück und Unglück, Gut und Böse. Die Götter braucht man als Helfer in der Not, bei Krankheit, gegen übermächtige Feinde (Gott mit uns und Tod dem Feind). Durch Gebete, Opfer und Einhaltung von Geboten, versucht man sie günstig zu stimmen und Macht zu erlangen über das, was sonst nicht in der Macht des Menschen liegt (Krankheit, Schicksal, Feinde, Tod). Die Götter sind Sinngeber für den Menschen, Bewahrer von Gerechtigkeit, Ordnung und Gesetzgeber (Die Zehn Gebote Moses sollen von Gott stammen. Der babylonische König Hammurabi wollte seinen Untertanen weismachen, dass seine Gesetze von den Göttern stammen). Ihrem Willen muss man blind gehorchen, ihrem Gericht entflieht keiner. Der Lohn ist das ewige Leben, die Strafe die ewige Verdammnis. Gemeinsamer Glaube schafft Gemeinschaft. Das dürfte bei vielen überhaupt noch der einzige Grund sein in die Kirche zu gehen. Im Kreise Gleichgesinnter lebt es sich leichter. Der einfache Mensch sucht nicht nach Wahrheit und Selbstverwirklichung wie der gebildete Humanist. Die Masse der Menschen will sich in der Gemeinschaft, in einem religiösen Rausch verlieren. Sie will beten, glauben, verehren.

Gemeinschaft: Auch in einer nichtchristlichen Gesellschaft sollte es so etwas wie eine Kirche geben, eine Organisation die sich für die Benachteiligten der Gesellschaft einsetzt, die einen Rahmen für Feste und Rituale bildet. Es muss eine Gemeinschaft geben, in der man sich Gedanken über das richtige Leben und Handeln macht. Neugeborene müssen begrüßt, Ehen geschlossen und Tote würdig verabschiedet werden. Vor allem wünschen sich die Menschen ein Gemeinschaftsgefühl und Gemeinschaftserlebnis. Wer schafft es Gemeinschaft zu stiften, wenn die Religionen und Kirchen an Kraft verlieren? Das wird die Frage des kommenden Jahrtausends.

Evolution: Der denkende Mensch will wissen. Deswegen entwickelt er Wissenschaft und Forschung. Die wissenschaftliche Wahrheit über unsere Existenz auf diesem Planeten ist nicht tröstlich, sie ist aber auch nicht so schrecklich, dass man sie verdrängen müsste. Die Evolution lehrt uns, dass das Leben nicht als zielgerichtete Schöpfung entstanden ist, sondern das Ergebnis eines unglaublich aufwendigen, verschwenderischen Spiels von Versuch, Irrtum, Zufall, Anpassung und Fortschritt ist.

Wenn ein weiser Gott das Leben geschaffen hätte, dürfte es nicht all die Irrwege in der Evolution geben. Warum wurde zum Beispiel der Neandertaler erschaffen? Nur um wieder auszusterben? Als Schubkraft für die Evolution vermute ich deshalb eine dumpfe Kraft von unten, keinen überlegenen, weisen Geist von oben. Ich glaube zwar an die Evolution und damit an die Abstammung des Menschen von tierischen Vorfahren und an seine Verwandtschaft mit den Tieren; ich bin aber gleichzeitig bemüht zu zeigen, wie weit sich ein Mensch durch seine Kultur von den Tieren entfernen kann.

Ein Schwein muss man nur sein, wenn man eins ist.

Den Menschen fällt es schwer wahrzuhaben, dass sich kein Gott für sie interessiert. Dann müssten sie nämlich selbst Verantwortung für ihr Schicksal übernehmen. Was passiert aber wenn der Glaube an die Götter verfällt? Da bleibt nur noch der Mensch, der nun Hauptverantwortlicher dafür ist wie es auf diesem Planeten weitergehen wird. Der Mensch wird Gesetzgeber und Maß aller Dinge; alle Verantwortung lastet auf ihm.

Wenn die Menschen sich keine gerechte Welt schaffen, wird es keine geben, denn ein Gott, was immer das sei, wird sich so wenig einmischen wie bei der Ermordung der Juden.

Die Kirche hat viel zur Unmündigkeit der Menschen beigetragen, weil sie von ihnen blinden Gehorsam gegenüber einem nicht erkennbaren Wesen, einem "heiligen" und unfehlbaren Buch und einem unfehlbaren Papst verlangt. Die Kirche hat ein ähnliches Verhältnis zur Wahrheit wie der Leninismus: Wahrheit ist, was ihr nützt und Unwahrheit ist, was ihrer Macht schadet. Man muss also unterscheiden zwischen wahren Wahrheiten und Kirchenwahrheiten oder Glaubenswahrheiten.

Über die verschiedensten Informationsquellen hat der Mensch heute die Möglichkeit sich aus der Unmündigkeit zu befreien, die Lehrer, Priester und Märchenerzähler verschuldet haben. Am unvernünftigen Ablauf der Weltgeschichte und an der Unmündigkeit der Menschen sind vor allem die Religionen schuld. Anstatt die Menschen dazu anzuleiten sich eine gemeinsame, friedliche Welt zu schaffen, erziehen die Religionen sie zu Rädchen, deren Energie sich im Herunterleiern von Gebeten und in der Beachtung von unvernünftigen Vorschriften erschöpft.

Weltweit werden den Kindern verschiedene Märchen eingetrichtert und dann stoßen sie aufeinander und schlagen sich die Köpfe ein, weil jeder sein Märchen für die absolute Wahrheit hält. Ich halte nichts davon, kleinen Kindern Furcht vor Höllenqualen einzutrichtern. Ich halte das wegen der Ängste, die ich selbst deswegen als Kind ausstehen musste, für verantwortungslosen Schwachsinn. Seitdem ich nicht mehr an den Teufel glaube, begegnet er mir auch nicht mehr. Religionen neigen dazu den Menschen durch ihre unsinnigen Vorschriften schon im Diesseits einen Vorgeschmack von einer Hölle zu geben, die es im Jenseits gar nicht gibt.

Gläubigkeit führt dazu, dass man die Menschen einteilt in Gläubige und Nichtgläubige und sie führt dazu, dass man Nichtgläubige oder Andersgläubige als Menschen zweiter Klasse, wenn überhaupt als Menschen, betrachtet und behandelt. Die Moral mancher Christen beschränkt sich darauf zu glauben: gut ist, wer viel betet und böse ist, wer anders denkt.

Die Intoleranz gegenüber Andersgläubigen hat ihren Ursprung in der Bibel, wo uns Elias vorführt wie mit "Falschgläubigen" zu verfahren ist. Er ließ die Baalspriester zum Fluss hinunterführen und abschlachten. Ein sehr "schönes" Vorbild in einem "unfehlbaren" Buch, das sicher viel Nachahmung gefunden hat. Wenn die Leute die Bibel heute noch ernst nehmen würden, müssten sie eigentlich die Atheisten, die Buddhisten, die Hindus...alle zum Fluss hinunterführen und abschlachten. Dann könnten sie das Gefühl haben, eine Gott wohlgefällige Tat begangen zu haben. Ironie: Soll man Menschen mit dem falschen Gott frei herumlaufen lassen? Oder sollte man sie, gemäß dem Vorbild des Elias, zum Fluss hinunterführen und abschlachten? Schließlich hat man ja nicht den falschen Gott, sondern man hat gefälligst den richtigen zu haben, zumal der doch so klar und eindeutig zu erkennen ist. Alle Götter sind Hirngespinste, nur deiner natürlich nicht. Das ist der einzig wahre.

Vor dem Auszug der Juden aus Ägypten tötet Gott die Erstgeborenen der Ägypter. Was will uns die Bibel damit sagen? Dass es tödlich sein kann als Sohn der falschen Eltern in die falsche Nation geboren zu werden, selbst wenn man unschuldig ist. Einen Gott, der es nötig hat kleine Kinder zu töten können sich doch nur Menschen ausdenken. Jedenfalls ist das nicht mein Gott. Glauben heißt nichts wissen und nicht denken wollen. Solange Menschen die Bibel (vor allem das Alte Testament) für ein vorbildliches und unfehlbares Buch halten, kann es auch keine humane Welt geben. Das Alte Testament ist hervorragend geeignet, um Vorurteile und Verhaltensmuster aus der Steinzeit an zukünftige Generationen weiterzugeben. (Aug’ um Auge, Zahn um Zahn / Abschlachten der Falschgläubigen / Töten der Kinder des Feindes durch den lieben Gott / Abraham leistet auf Befehl von oben blinden Gehorsam und ist sogar bereit seinen eigenen Sohn zu töten / Vernichtung ganzer Städte durch den "lieben" Gott) Vom Inhalt ganz abgesehen ist das "Alte Testament" auch literarisch kein Meisterwerk. Es gleicht in weiten Teilen den Aufzählungen eines Buchhalters.

Bedenklich ist, dass die große Masse der Menschen sich mit Vorliebe an modrigen Texten orientiert, die sie für um so wahrer und weiser halten, je dunkler deren Abkunft und je unbegreiflicher deren Inhalt ist. Es ist sehr gefährlich einen Menschen oder ein Buch für unfehlbar zu halten, aber es ist das, was unmündige Menschen sich wünschen: sie wollen ein Buch, das man in jeder Situation aufschlagen, nachlesen und "Amen" sagen kann, ohne selber denken zu müssen..

In der Bibel steht kein Wort darüber wie ich mich zu einer Persönlichkeit entwickle. Das ist aber das Hauptthema meines Lebens. Sie handelt von Menschen in einem fernen Land, von einer fremden Kultur, von Geschichten, die sich vor langer, langer Zeit zugetragen haben sollen. Es bleibt mir also nichts anderes übrig als selbst zu denken, um mein Leben in dieser Zeit und in diesem Land zu meistern.

Das Christentum war die intoleranteste Religion aller Zeiten. Dieses Problem beginnt leider mit Jesus, der alle in die Hölle schickt, die ihn nicht als Sohn Gottes anerkennen wollen. Was hätte er wohl mit diesen "störrischen Ungläubigen" gemacht wenn er wirkliche, irdische Macht gehabt hätte? ???

Jesus: Selbst wenn man all die Wunder, die Jesus gewirkt haben soll, nicht glaubt, weil das kindisch ist, ist Jesus eine charismatische Persönlichkeit. Kein anderer Mensch hat es geschafft, nach einem so kurzen Leben, so viele Anhänger zu erobern; zum großen Teil ist dies aber den unchristlichen Methoden seiner Anhänger bei der Christianisierung zuzuschreiben. Ich glaube nicht, dass irgendjemand ein Sohn Gottes ist, war oder jemals sein wird. Es war um die Zeitenwende große Mode sich als Sohn Gottes auszugeben.

(Augustus wurde als Sohn des Apollo verehrt; Alexander der Große nannte sich Sohn des Zeus; die japanischen Kaiser wollen die Söhne der Sonnengöttin sein ....)

Ich glaube, dass das schon viele gerne gewesen wären, weil es in der Natur der starken Menschen liegt mehr sein zu wollen, als sie sind. Sie wollen sich damit Autorität verschaffen. Und ich glaube, dass normale Menschen gerne bereit sind so unvernünftige Dinge zu glauben, weil sie sich einen Gott wünschen, den sie verehren können. Ein Sohn Gottes lässt sich natürlich leichter anbeten als ein Mensch. Wenn man bedenkt, dass es schon Leute gab, die nicht nur Sohn Gottes, sondern gleich Gott selber waren (Pharaonen, römische Kaiser, Gottkönige des Orients....) ist Sohn-Gottes eigentlich noch gar nichts.... Überall wo Buddha gegangen ist, sollen Lotosblumen gewachsen sein. Es ist typisch menschlich, einem Verehrten so unvernünftige Dinge anzudichten. Man findet sie in allen Religionen. Es gibt fast nichts was Menschen nicht glauben könnten.

Wenn ich Christ wäre, würde ich, wie Jesus, versuchen, möglichst bald ins Jenseits zu gelangen, anstatt im Diesseits Fuß zu fassen. Für mich aber gibt es nur diese Welt. Jesus war einer und ich bin ein anderer. Jesus ist mein Freund, Jesus ist ein guter Philosoph, aber nicht mein Herr und Gebieter; dazu war er nämlich nicht groß genug. Ich bin kein Anhänger, sondern ein selbstgesteuertes Fahrzeug mit Eigenmotor.

Das Christentum der katholischen Kirche hat mit Jesus soviel zu tun, wie ein Palast mit einer Hütte. Sie nennen sich Christen, aber sie sind keine Christen. Sie berufen sich auf Christus, aber machen sich ihre eigene Moral. Ihre größte Sorge gilt ihrem Profit und ihrer Rente. Es stört sie nicht, dass Jesus das Gegenteil forderte.

Die wahren Christen, die das Ideal der Armut gelebt haben, einige protestantische Sekten, sind von der heiligen, katholischen Kirche verfolgt und vernichtet worden. Das Schlimme ist, dass die Christen aus dem Foltertod Jesu nichts gelernt haben, sondern im Gegenteil in seinem Namen wieder Gerechte gefoltert, verfolgt und ermordet haben. (Jan Hus, Galilei, Giordano Bruno,...) Leider haben die Religionen, die sich als die alleingültigen betrachten (Judentum, Christentum und Islam) durch ihre Rechthaberei sehr viel Krieg und Unglück in die Welt gebracht. Judentum, Christentum und Islam sind in ihren Fundamenten genauso unduldsame Weltanschauungen wie Nationalsozialismus und Kommunismus. Die Fundamentalisten dieser Religionen glauben sie hätten das Recht oder sogar die Pflicht, die wahre Weltanschauung im Namen des wahren Gottes durchzupeitschen, denn so steht es in den Fundamenten; der Bibel und dem Koran. (Elias schlachtet die Baalspriester ab, Mohammed will seine Lehre mit Feuer und Schwert verbreiten: das ist das Fundament auf dem Terror und Gewalt blühen.)

Die Religionen wären heute noch so intolerant wie früher, wenn sie nicht an Macht verloren hätten. Die Christen verhalten sich heute vor allem deswegen christlicher, weil sie durch die Aufklärung zur Vernunft gebracht worden sind. Sie können es sich nicht mehr erlauben Falschgläubige zu verfolgen. Toleranz ist nicht durch die Religionen in die Welt gekommen, sondern durch Menschen die an ihren gesunden Menschenverstand geglaubt haben. Der sagt nämlich, dass Menschen mit verschiedenen Denkweisen nur dann friedlich mit- oder nebeneinander leben können, wenn sie gegenseitige Toleranz üben. Jedem vernünftigen Menschen muss klar sein, dass ein Zusammenleben in einer modernen Gesellschaft ohne Toleranz nicht möglich ist; aber weder Jesus , und schon gar nicht die Christen waren tolerant. Das ist ein Problem bis heute.

Wenn man tolerant ist, muss man seine eigene Denkweise nicht aufgeben, man muss nur einsehen, dass es verschiedene Menschen in verschiedenen Situationen gibt, die auf verschiedene Weise denken und glücklich werden können.

Zu glauben, dass in anderen Religionen die falschen Götter angebetet werden, ist genauso naiv, wie zu glauben, dass andere die falsche Sprache sprechen, nur weil man sie nicht versteht.

Vieles können wir auch nicht wissen, sondern nur vermuten; also kann auch jeder das vermuten, was seinem Glück am zuträglichsten ist. Über das, was nach dem Tod mit uns geschieht, können wir doch nur Vermutungen anstellen. Dass der Mensch eine unsterbliche Seele habe, die unabhängig von seinem Körper existiert, ist wohl einer der ältesten urmenschlichen Wünsche. Mir scheint das aber eher unwahrscheinlich. Jedes Lebewesen ist einmalig und Körper und Seele sind eins. Wenn der Körper stirbt, stirbt auch sein Geist oder sein Bewusstsein oder seine Seele. Die Idee der Wiedergeburt scheint mir genauso absurd. Ich glaube dass jedes Lebewesen einmalig ist und einmal lebt.

1. Mein "ich" ist auf Grund einmaliger genetischer Voraussetzungen entstanden, die es noch nie gegeben hat und so nie mehr geben wird. (Wenn man mal nicht ans Klonen denkt).

2. Mein "ich" ist das Ergebnis eines einmaligen geschichtlichen Prozesses. D.h. ich bin zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort geboren. Auf mich haben einmalige Erlebnisse gewirkt die mich geformt haben. Dieses "ich" kann nicht in einem anderen Wesen, mit anderen Genen, das zu einer anderen Zeit, unter anderem Einfluss, an einem anderen Ort aufgewachsen ist, weiterleben, weil das dann nicht mehr "ich" bin, sondern ein anderer.

Ich persönlich vermute, dass ich nach meinem Tod tot bin und das scheint mir gar kein so furchtbarer Zustand zu sein, dass ich ihn fürchten oder verdrängen müsste. Ich vermute, dass ich mich nach meinem Tod fühlen werde wie vor meiner Geburt; nämlich gar nicht. Dieser Zustand des "Nichtseins" oder des "traumlosen Schlafes", wie ich mir den Tod vorstelle, scheint doch ein relativ angenehmer Zustand zu sein, gemessen an manchen Übeln des Lebens. Tot ist man noch früh genug und lange genug. Das Leben aber ist uns nur einmal für eine sehr kurze Zeit gegeben, deswegen muss man an ihm festhalten solange wie möglich und das Beste daraus machen. Ich lebe einmal so dass ich unsterblich bin. Wenn das Leben schlimmer ist als der Tod, warum sollte man dann nicht frei seine Wahl zwischen beiden treffen dürfen und sich für das kleinere Übel entscheiden? Ich möchte die Freiheit haben zu sterben wann ich es für richtig halte–und die habe ich.

Das beste Mittel zur Auflösung fundamentalistischer Dummheiten heißt: Aufklärung. Aufklärung darüber, dass alle Religionen von Menschen gemacht sind und nicht von einem überirdischen Gott. Die Menschen haben sich ihre Götter geschaffen, nach ihrem Ebenbild, weil sie sich welche wünschen; und sie haben sie so geschaffen, wie sie sie brauchen. Der Gott der Juden hilft den Juden, die Götter der Indianer helfen den Indianern. Nur so kann ich mir die Vielzahl und die Verschiedenheit der Götter erklären. Gäbe es einen wahren Gott, bräuchte er sich nur einmal, für alle sichtbar, zeigen, um von ihnen erkannt zu werden. Ich vermute, dass alle Götter, Teufel und Geister, an die die Menschen je geglaubt haben, nur in den Gehirnen der Menschen existiert haben, und dort haben sie vermutlich mehr Unheil als Gutes bewirkt. Ich glaube, dass es weder Götter noch Teufel, weder Himmel noch Hölle, weder Hexen, Heinzelmännchen, Engel, Kobolde oder Feen in Wirklichkeit gibt, sondern, dass das alles nur der menschlichen Fantasie entsprungen ist. Ich habe nicht die Absicht etwas abzuschaffen, aber ich habe die Absicht, mir eine geistige Heimat zu schaffen, die auch der Prüfung durch meinen gesunden Menschenverstand standhält. Wenn Gott mein Gehirn so geschaffen hat, dass ich ihn nicht erkennen kann, wer ist dann schuldig, dass ich ihn nicht erkenne?

Wenn die Menschen nichts mehr glauben, bricht nicht die Welt zusammen, nur die Macht derer, die durch diesen Glauben zu unverdienten und überhöhten Ehren, zu Macht und Reichtümern gelangt sind. Auch die Religionsstifter wollen uns glauben machen, sie seien auserwählt besonders wichtig zu sein. Dabei geht es ihnen doch lediglich darum, Macht zu erlangen und auszuüben.

Letztlich ist es die Aufklärung, die dazu führt, dass die Menschen vernünftig miteinander umgehen. "Was du nicht willst, das dir man tu´, das füg‘ auch keinem andern zu", zu diesem Schluss werden die Menschen auch ohne Gott kommen, wenn sie friedlich miteinander auskommen wollen.

Die wahre Religion ist die, die es schafft, Liebe und Frieden in die Welt zu bringen ohne von den Menschen zu verlangen, dass sie ihren gesunden Menschenverstand opfern.

Copyright © September 1999 Roland Fakler

Thoughts about religion.

It may be consoling to believe in a "dear" god who worries about us and listens to us in our needs, and I don't want to deprive anybody of this beliefs. Why should we not all be allowed to believe what makes us happy? If the religions would have only positive effects, I would not at all ask the question whether they are true or not. A religion that has positive effects is good, a religion that has negative effects is bad. For my sake everyone may believe what he wants, provided that he causes no harm with it. One ought not to give serious thought to nonsense however. If people believe in goblins, then they may live happily with it. But for myself I must say that I can't believe such nonsense. For all I care, somebody may believe that the rain falls if he dances around a tree ten times, but he may not expect that I will dance with him. Religious people do not want the truth, but religious emotion. The majority of the people does not want knowledge but religious ecstasy and they achieve this by denying scientific facts and believing in supernatural manifestations.

Religion–and I am dealing here especially with the Catholic-Christian religion–has not had only positive effects, but caused much harm. Therefore I have to say what I think, what I know about the beginning and development of life on this planet, and what conclusions I am drawing from it. It is dangerous to believe in a god, who perhaps exists only as a figment of our imagination. Why should people believe what they cannot understand and verify? Believing means not knowing, but to, instead, think that something is absolutely true, because former generations thought it is. Believing means to know nothing, but to suppose, to wish, to hope that there is a god, albeit unprovable. Blindly obeying an invisible ghost is no virtue but a sign of ignorance. One gets a completely wrong relationship to cause and effect by it. With prayers one might have an effect on the own psyche, but one has no influence on world-events. It is weakness rather than virtue to believe something that is unintelligible. A person who believes something because others believe it or because it had been drummed into his head (mostly by people who are unable to doubt anything, or because they are afraid of hell or the devil) is a weak person. It is no virtue to believe in something because one is afraid to be shunned by the community. One must be strong to accept reality; the majority of the people, however, is weak.

When I listen to the daily news and consider the human history, I cannot come to the conclusion that this world has been created by a god. Even less can I believe that our world is ruled by him. I think it is much more likely that this world is created by an apathetic will that follows eternal laws beyond good and evil under the influence of coincidence and probability, and that humankind struggles, abandoned by all gods, as best as it can. What am I to think of a god who allows his wayward creatures to make war, to torture, to kill in his name? Giving a wayward creature a free will is irresponsible. The history of the Christian religion is not a history of salvation but a history of evil. It is not guided by the holy ghost but by human avarice and greed for power. It appears that, rather than ruling over the affairs of the world, god restricts himself and merely wraps himself into puzzles. Everybody can use this god for his own purpose. There are as many gods as there are believers because god has not created humankind but humankind has created their gods. What all these gods think one can read in the books of the believers. If nobody believes in a god anymore then that god no longer exists. That is what happened to Zeus.

The need of humans for religion is so strong that they surrender common sense rather than their religion. I interpret this need for orientation, worship and comfort of humanity, in a world that is not such as one might wish it to be, on the one hand with the situation of man on this planet, and on the other hand with the nature of the human brain which is oriented towards the outside, searching for support and orientation. Man needed gods to explain the unexplainable, the genesis of the world, nature, illness, good and evil.  Gods are useful for help when it is in need, during illness, and when facing overpowering enemies (God with us, death to the enemy). Through prayers, sacrifices, and observance of commandments one tries to appease them and to attain control over that, which is otherwise beyond the power of human beings (illness, fate, enemies, death).

The gods served the people as an explanation for the inexplicable, for the formation of the world, for natural events, for illness, luck and accident, good and evil. The gods are sense-givers for the human being, preservers of justice and order, and legislators (the Ten Commandments of Moses are said to have come from god / the Babylonian King Hammurabi wanted his people to believe that his laws came from the gods). One must obey their will blindly because no one escapes their court. The wages are eternal life, the penalty is eternal damnation.

Common belief makes a community. For many this might still be the only reason they go to church. Life is easier within a circle of like-minded people. The ordinary human being doesn't look for truth and self-realization as would an educated humanist. The mass of the people wants to lose itself in the community, in a religious fervor; it wants to pray, to believe, to worship.

Community: Even in a non-Christian society there should be something like a church, an organization that supports the disadvantaged of the society, that forms a framework for meetings and rituals. There is the need for a community in which one can raise thoughts about a correct life and proper actions. Newborns must be greeted, marriages must be arranged and the dead must be given a dignified funeral. Human beings are social beings who desire a sense of community and common experiences. Who will replace the weakening churches in providing community cohesion? That will be the question of the coming millennium.

Evolution: The thinking human being wants to know. Therefore he develops science and research. The scientific truth about our existence on this planet is not comforting, however it is not so dreadful that one has to push it away. Evolution teaches us that life has not originated as goal-oriented creation but is the result of an incredibly costly, prodigal game of trial and error, coincidence, adaptation and progression.

If a wise god had created life, there should not be all the wrong tracks in the evolution. Why had the Neanderthal man been created for example? Only to be extinguished again? As thrust for the evolution I suspect a vague power from below, no superior, wise spirit from above. Although I believe in evolution and with it in the development of the human being from other animal predecessors, and in his connection with the animals; however, I also endeavor to show how far humans can distance themselves from the animals through their cultural development. You will only be a pig if you really are a pig.

It is difficult for people to realize that no god is interested in them because that means they will have to take their fate into their own hands. But what happens if belief in the gods declines? Then human beings have to take responsibility for their own actions, and the future of the planet. Then human beings become legislators, and the measure of all things; all responsibility rests with humanity.

If humanity does not create a just world, there will be none at all, because a god , whatever that means, will interfere as little as he did during the holocaust of the Jews.

The church has contributed much to the mental immaturity of the people, because it asks for blind obedience towards an unrecognizable being, a "sacred" and infallible book, and (in case of Roman Catholicism) an infallible pope. The church has a relationship with the truth similar to Leninism: truth is what is of use to it and untruth is, what harms its power. Therefore one must distinguish between actual truths, church-truths, and the truth of religious faith.

Due to the various sources of information available today, human beings have the ability to free themselves from the infantile pictures that priests, storytellers, and even some teachers have instilled in them. After all, religions are to blame for the unreasonable course of world-history. Instead of teaching people how they can build a common, peaceful world, religions educate them to become a mere cog in their machine, exhausting their energies in monotonously reciting prayers, and in the blind obedience to senseless rules.

World-wide, children are indoctrinated with different fairy-tales, and when they disagree, they bash in each others heads because everyone considers their fairy-tale to be the only true one. I disagree with teaching little children a fear of the tortures of hell. I consider this to be irresponsible idiocy because I recall the fears that I myself had to suffer as a child. Since I no longer believe in the devil, I have never encountered him anymore. Religions tend to give the  human being a foretaste of a real hell in this world, caused by their absurd rules, a hell that does not exist in the so-called "hereafter."

Faith separates people into believers and non-believers, and it leads to the view by the believers to treat non-believers or dissenters as second class people or not as human at all. The moral judgement of some Christians is limited to: good is, whoever prays much and bad is, whoever thinks differently.

The intolerance towards dissenters has its origin in the Bible, where Elias shows us how to deal with "wrong-believers." He led the priests of the god Baal down to the river and slaughtered them. A very "good " example in an " infallible" book, that certainly invites much imitation. If people today would still take the Bible seriously they would have to lead the atheists, the Buddhists, and the Hindus down to the river and slaughter them. Then they might have the feeling of having committed an act that pleases god.

Irony: Should people be allowed to wander around freely with the wrong god in their heads? Or should they, in accordance with the example given by Elias, be led down to the river and slaughtered? After all, one must not have the wrong god, one has to have the right one who is, of course, always easily recognizable by the "true believer." All gods are fantasies, only yours is not; he is the only true one!

Before the departure of the Jews from Egypt, god killed the firstborns of the Egyptians. What is the Bible trying to tell us here? That it can be a mortal mistake to be born as a son of the wrong parents in the wrong nation–even if one is innocent? Only human-beings can invent a god who finds it necessary to kill innocent little children. At any rate, this cannot be my god.  Believing means not knowing and not wanting to think for oneself. As long as people hold the Bible (particularly the Old Testament) for an exemplary and infallible book there cannot be a rational world. The Old Testament is quite suitable to pass on prejudices and patterns of behavior from the stone age to future generations (an eye for an eye, a tooth for a tooth / slaughtering of dissidents / God is killing the children of the enemy / Abraham practices blind obedience on command from above and is even ready to kill his own son / extermination of whole cities through a "loving" god). Not judging the contents, the Bible is no masterpiece in literature. In many parts it resembles the accountings of a bookkeeper.

It is dubious to think that a large majority of the people prefers to be guided by musty old texts, that are considered to be the truer and wiser the darker their origin and the more incomprehensible their content is. It is dangerous to consider a human-being as infallible, but that is what infantile people wish to do: they want to have a book, which they can look up in every situation, and which they can read and say "Amen"–without thinking for themselves.

There is no hint in the Bible to tell me how I can develop a personality; yet, this is the main subject of any person’s life. The Bible deals with people in a distant country, with a foreign culture, with stories, that have happened long, long ago. So I have no choice but to think for myself in order to master my life in this age and in my own country.

Christianity is the most intolerant religion of all times. The problem begins unfortunately with Jesus, who sent all those to hell, who didn’t want to acknowledge him as son of god. What would he likely have done to these "stubborn unbelievers," if he would have had real, earthly power?

Jesus: Even if one doesn't subscribe to the childish belief all the miracles, that Jesus is supposed to have worked, Jesus was, nevertheless, a charismatic personality. No other human with such a short life-span managed to attract so many supporters. A great deal of this can however be attributed to the unchristian methods of his followers who set out to christianize the world. I don't believe that anybody is or will ever be a "son of god." It was in fashion about the year zero in history to pretend to be a son of god. (Augustus was adored as son of the Apollo; Alexander the Great named himself son of Zeus; the Japanese emperors pretend to be the sons of the sun-goddess...)

I believe that many people would have liked to be a "son of god" because it lies in the nature of strong people to want to be more than they appear. They want to enhance there authority that way. And I can imagine that ordinary people tend to believe such unreasonable things, because they wish to have a god they can worship. It is easier to worship the son of a god than a regular human being. If one considers that there have been people throughout history who had not only been the "son of god," but gods themselves (the pharos of ancient Egypt; some Roman emperors; the god-kings of the orient), being a son of a god does actually not count for much. Everywhere where Buddha walked, lotus blossoms presumably have grown. It is a typically human trait to embellish the stature of an admired individual by attributing nonsensical but wondrous things to him. One can find it in every religion. There is hardly anything that goes beyond people’s capacity to believe.

If I were a Christian I would, like Jesus, try to go into the hereafter as soon as possible instead of becoming established in this world. However, for me there is only this world. Jesus was somebody and I am somebody else. Jesus is my friend, Jesus may be a good philosopher, but he is not my master and ruler; for that he was not great enough to me. I am not a camp-follower but a self-motivated individual with a rational mind, acting accordingly.

Roman Catholic Christianity has as much in common with Jesus, as has a palace with a cottage. They call themselves Christians, but they are no Christians. They refer to Christ, but they make there own morals. Their greatest concerns are about making a profit, and collecting their pensions. They do not care that Jesus demanded just the opposite.

The true Christians, who have lived the ideal of poverty, some protestant sects (Waldenser), have been persecuted by the Roman Catholic church and were annihilated. The most dreadful thing is, that the Christians did not learn anything from the torture-death of Jesus but, to the contrary, they too tortured, persecuted, and murdered merited people (Jan Hus, Galileo, Giordano Bruno,...). Unfortunately the religions which consider themselves the only true ones (Judaism, Christianity and Islam) caused many wars and misfortune through their dogmatism and intolerance. Judaism, Christianity, and Islam are fundamentally based on philosophies that are just as intolerant toward the non-believers as are Nazism and communism.

The fundamentalists of these religions believe they have the right, or even the duty, to spread their only "true" religion in the name of their only true god, because it says so in the Bible and the Koran. Elias slaughters the priests of the Baal, Mohammed wants to proselytize with fire and sword. These are fertile grounds for terror, violence and murder.

Religions today would still be as intolerant as they had been in the past, had they not lost power and influence. Ironically, Christians today behave more like Christians because enlightenment has made them more reasonable. They can no longer afford to harass dissidents. Tolerance had not come into this world by religion, but by people who showed common sense. Common sense tells us that people with different ideologies can live side by side only if they can tolerate differing views. Every reasonable human being realizes that living together in a modern society is not possible without tolerance; but neither Jesus nor the Christians were tolerant. That remains a problem until today.

To be tolerant does not require to give up one’s own way of thinking, but only to understand that there are different people in different situations who can think differently and achieve happiness in different ways. To believe that other religions adore the "wrong" god is as silly as to believe that others speak the "wrong" language because one cannot understand them.

There are many things we cannot know but only presume; however, everybody is entitled to believe what is best for his or her happiness. About what will happen to us after death we can only guess. That human beings have an immortal soul that exists independently from the body may be one of the oldest wishes of humankind. To me this seems to be rather unlikely. Every creature is unique and body and soul are one. If the body dies the spirit or consciousness or soul will die too. The idea of reincarnation seems just as absurd to me. I believe that any living form is unique and only lives once.

1. My ego is the result of a unique genome which has never been and will never be in the same way again (let’s forget about cloning for now).

2. My ego is the result of a unique historical process. That means I have been born at a certain time, and in a certain place. I have been formed by unique events. This ego cannot live on in an other creature with other genes which has been brought up at a different time under different circumstances because this is no longer "I," but somebody else.

I personally believe that I am dead after death and this seems to me is not such a terrible condition that I must be afraid of it or have to repress the mere thought. I suppose that after death I will feel like before birth; i.e., I will have no feelings at all. This condition of non-being (nirvana), or a dreamless sleep–as I imagine death–seems to me a relatively pleasant condition when compared with some of the stresses and strains of living. Death will come early enough and will last forever, but we live only once for a relatively short period of time, and we ought to make the best of it. I live in such a way that I become immortal through my deeds. If life is worse than death, why shouldn’t one be allowed to choose freely between both and choose the lesser evil? I appreciate having the freedom to decide when to die, and I have that choice.

The best method to defeat fundamental dogmatism is enlightenment. Enlightenment says that all religions are created by human beings, and not by a supernatural god. Human beings have created their gods after their own model, because they wish to have gods and they created them as they needed them. The god of the Jews helps the Jews, the gods of the Indians helps the Indians. Only that way can I explain the multiplicity of and differences between gods for myself. If there were only one true god, he would have to reveal himself only once to all humans to be recognized by them. I suppose that all gods, devils and ghosts in which people have ever believed have only existed in the imagination of the people, and there they have probably done more harm than good. I believe that there are neither gods nor devils, nor hell, neither witches, nor goblins, nor fairies in reality, but that these creatures have all been invented by the human imagination. I have no intention to abolishing anything, but I intend to create a spiritual home which is in accordance with my common sense. If god has created my brain so that I cannot recognize him, who alone is to blame for that shortcoming?

If people stop believing in gods or the like, the world will not collapse but the lives of those who have garnered unearned powers, honor and wealth by it will be adversely affected, which is what they deserve. The founders of all religions were primarily concerned with attaining and exercising power over all societies for self-aggrandizement.

In the end it is enlightenment that allows people to deal with each other in a rational manner. "Do onto others as you wish them to do onto you" is a principle that people will arrive at even without the intervention of a god if they want to be able to live side-by-side peacefully.

The really "true religion" is the one that manages to bring love and peace into the world without demanding that people sacrifice their rationality and common sense.

Copyright © September 1999 Roland Fakler

 

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